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Der Zettlerlift

Bereits im Jahre 1952 beabsichtigte Sepp Stieg einen Schilift auf der Planneralm zu errichten. Aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung der Alpgenossenschaft Planner desselben Jahres ist zu entnehmen :

„Das Ansuchen des Herrn Sepp Stieg, Brandstätter-Sohn, zur Errichtung eines Schiliftes auf der Planner wird abgelehnt. Die Erbauung eines Skiliftes im Rahmen der Alpgenossenschaft wird gutgeheißen. Karl Zettler sen. ist der Meinung, dass mit einem Betrag von ATS 20.000,- bis 25.000,- ein Skilift errichtet werden könnte.“

Karl Zettler, geb. 1918Karl Zettler , geb. 1918 , erzählt von den ersten Gehversuchen der Planninger auf einem bisher unbekannten Tourismusbankett - den Schiliften:

“Zur Ankurbelung des Fremdenverkehrs habe ich als Fremdenverkehrsobmann gemeinsam mit Franz Leitner, vlg. Schwoager, 1951 einen gebrauchten Lift gekauft. Es handelte sich um einen Einbügellift. Jeder Liftbenützer mußte den Bügel selbst einhängen.

Bei der Bergstation hat sich der Bügel automatisch ausgehängt, per Rucksack mußten die Bügel wieder zur Talstation gebracht werden. Kurz vor Weihnachten 1954 ist der Lift aufgestellt worden, und zwar in der Nähe, wo jetzt der kleine Rotbühellift steht.

Richtig in Betrieb gegangen ist der Lift jedoch nie. Frau Herdlicka hat nämlich den Schilehrern verboten, den Lift zu benutzen. Sie sagte: „Die Leute sollen lieber das Geld bei uns im Haus lassen, als dieses beim Lift zu verschwenden“. Im Sommer 1955 wurde der Lift dann wieder abgebaut.“

Ordnung muss sein, und deshalb wurde auch damals schon der Einbügellift von fachkundigen Handwerkern überprüft. Walter Danglmeier erinnert sich noch an seinen Einsatz als Inspizient:

„Nach den Weihnachtsfeiertagen 1954/55 wurde ich von meinem Chef Johann Leeb, KFZ-Mechanikermeister in Irdning, beauftragt, auf der Planneralm den Zettlerlift auf seine Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Bis Donnersbach wurden wir - ein Lehrbub war auch dabei - mit dem Pkw gebracht. Dann ging es mit dem Schlitten über Stock und Stein und über mehrere Lawinengänge auf die Planneralm. Nach ca. 5 Stunden waren wir oben. Am nächsten Tag gingen wir ans Werk. Ein Schifahrer wurde als Versuchskaninchen bereitgestellt. Der Lift funktionierte ohne Belastung bestens; wenn eine Person angehängt war, nur mehr ruckweise. Zwei Personen konnten nicht bewegt werden. Was war der Grund? Die Leistung des Aggregates war viel zu schwach.

Beim Rückmarsch nach Donnersbach haben wir ein Rehkitz, das erschöpft in einer Lawine lag, aufgenommen und nach Donnersbach gebracht. Dort wurde es in einem Gehege aufgezogen und dann wieder ausgesetzt.“